Precision Farming Glossar
| Begriff | Kurzbeschreibung | Weitere Informationen |
| Applikationskarten | Bei unterschiedlichen Bewirtschaftungsmassnahmen, wie z.B. Aussaat, Düngung oder Pflanzenschutz spricht man auch von Applikationen. Für diese Applikationen kann man am PC in einer speziellen GIS-Software Karten erstellen, in denen geographischen Positionen Sollwerte zugeordnet werden, die später auf dem Schlepper im Zusammenspiel von Bordterminal und einem damit kommunizierenden Anbaugerät "abgearbeitet" werden. D.h. während des Überfahrens einer bestimmten Positionen oder eines bestimmten Bereichs wird die dafür auf der Applikationskarte vorgesehene Menge oder Intensität ausgebracht oder ausgeführt. | |
| As-applied-Karte (as applied Karte) | Werden pflanzenbauliche Massnahmen (z.B. Drillen, Düngen) mit Technik durchgeführt, die teilflächenspezifisch differenziert arbeiten kann, werden Sollwerte vom Bordterminal (zuvor von Speicherkarte gelesen) zur Maschinen bzw. dem Maschinencontroller übergeben, damit diese(r) entsprechend reagiert. Je nach eingesetztem System sollten allerdings auch umgekehrt Istwerte über die tatsächliche Reaktion bzw. Menge oder Intensität auf die Speicherkarte zurückgeschrieben werden. | |
| Boden | Der von Organismen belebte Teil der Pedosphäre, entstanden durch Umwandlung der unbelebten Lithosphäre unter Einfluss von Atmosphärilien (H20, CO2, O2, NOX, SO2) und Temperaturschwankungen | http://de.wikipedia.org/wiki/Boden_%28Bodenkunde%29 |
| Bodenart | Je nach vorherrschender Bodenart (Sand, Schluff oder Ton) spricht man entsprechend von einem Sand-, Schluff- oder Tonboden. Nach KA4 (Kartieranleitung Nr.4) lassen sich Mischverhältnisse in einem Dreieckskoordinatensystem abbilden. S steht für Sand, U für Schluff, T für Ton und L für Lehm. Mischformen werden durch entsprechende Kombination mit voran- oder nachgestellten Kleinbuchstaben gekennzeichnet. | |
| Bodenentwicklung | Die in einem Boden ablaufenden Prozesse bilden charakteristische Merkmale aus, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln bzw. verändern. | http://de.wikipedia.org/wiki/bodentyp |
| Bodenhorizont | Annähernd parallel zur Erdoberfläche verlaufende Lage aus organischem, organomineralischem und/oder mineralischem Substrat mit charakteristischen Merkmalen, hervorgerufen durch spezifische Bodenbildungsprozesse. | Wörterbuch der Bodenkunde |
| Bodentyp | Böden, die unter ähnlichen Bedingungen der Bodenentwicklung entstanden sind. Im Entwicklungsstand weisen diese in etwa den gleichen Zustand auf, des Weiteren gleichen sie sich in Bodenhorizontfolge und -ausbildung, so dass sich bestimmte Bodeneigenschaften und spezifische pedogene Prozesse in Ober- und Unterbodenhorizonte widerspiegeln und somit zusammengefasst werden können. | http://de.wikipedia.org/wiki/Bodentyp |
| Corg | Mit Hilfe der Elementaranalyse wird der Kohlenstoffgehalt (nach DIN ISO 10694) ermittelt, das Ergebnis multipliziert mit 1,72 (mit 2 für Torfe und Auflagehumus (Oh-Horizonte)) ergibt den Humusgehalt. | |
| Claypan soil | Amerikanische (geologische) Bezeichnung für einen Bodentypen mit einem tonreichen Unterboden. Unterhalb von 20 cm bis 40 cm unter Geländeoberkante steigt der Tongehalt auf über 50% an. Der Bodentyp zeigt spezifische pedogene Eigenschaften, wie z.B. schlechte Dränfähigkeit und ausgeprägte Schrumpfrisse bei Trockenheit. | JUNG et al. (2005) in Soil Sci. Soc. Am. J., Jg. 69 |
| Coulombsche Gesetz (Coulombsche Kräfte) | Das coulombsche Gesetz stellt die Basis der Elektrostatistik dar. Die coulombsche Kräfte beschreiben die Kraftwirkung zwischen zwei Ladungen. Es besagt, dass die Kräfte zwischen diesen beiden Ladungen proportional dem Produkt der Ladungen, aber umgekehrt proportional dem Quadrat ihres Abstandes sind. | http://de.wikipedia.org/wiki/Coulombsche_Kr%C3%A4fte |
| CVS | CVS vereinfacht die Verwaltung von Quellcode insofern, dass es alle Dateien eines Software-Projektes an einer zentralen Stelle speichert. Somit behält es den Überblick über die einzelnen Versionen der Dateien und die dazugehörigen Kommentare. Es ist zudem auch noch in der Lage, besonders bei grösseren Projekten, die Arbeit der einzelnen Entwickler eines Projektes zu koordinieren. | http://de.wikipedia.org/wiki/CVS |
| data mining | Data Mining ist ein Ansatz der Datenanalyse mit Hilfe dessen neue Erkenntnisse aus der Kombination vorhandener Daten gewonnen werden sollen. Dabei kommt eine Spanne von Methoden zum Einsatz, die einfache statistische Ansätze oder einfache Visualisierungen bis hin zu maschinellem Lernen umfasst. Data Mining kommt meist dort zum Einsatz, wo eine für Menschen nicht mehr überschaubare Menge von Daten vorliegt. | http://kd.cs.uni-magdeburg.de/data-mining-ueberblick.pdf |
| Dielektrikum | Isolierstoff, z.B. Kunststoff oder Keramik, der sich zwischen den Belägen eines Kondensators befindet und der durch ein elektrisches Feld polarisiert werden kann | http://de.wikipedia.org/wiki/Dielektrikum |
| Dielektrizitätskonstante | siehe Permittivität | |
| diffen | Beim Einsatz eines sog. Diff-Tools werden Zeile-für-Zeile zwei Textdateien verglichen. Man hat dabei üblicherweise die Möglichkeit ausgewählte Zeilen jeweils aus einer Datei in die andere zu übertragen, um diese (teilweise) zu synchronisieren. | |
| double | Bezeichnung des Datentyps für nicht ganzzahlige Zahlenwerte, wobei Nachkommastellen durch einen Punkt von den Vorkommastellen getrennt werden. Beispiel: 7.46 | |
| ECa | Abkürzung für den elektrischen Leitwert (EC), a steht für den gemessenen Wert | |
| EC25 | Der elektrische Leitwert ist im Elektrolyt temperaturabhängig, mit steigender Temperatur steigt der elektrische Leitwert ebenfalls an. Der gemessene elektrische Leitwert (ECa) wird auf eine normierte Grösse verrechnet, Bezugstemperatur ist 25äC (EC25). | |
| Elektroden | Allgemeiner Begriff aus der Elektrotechnik; beschreibt den Stromanschluss, Leiter für die Zuleitung des Stroms, Übergangsstelle zur Steuerung elektrischer Ladungsträger; ein praktisches Beispiel ist das Elektro-Schweißen | http://de.wikipedia.org/wiki/Elektroden |
| Elektron | negativ geladenes Elementarteilchen mit der Elementarladung | http://de.wikipedia.org/wiki/Elektron |
| Elementarladung | Ladung eines Protons | http://de.wikipedia.org/wiki/Elementarladung |
| Evaporation | Die Evaporation beschreibt die Verdunstung des Bodenwassers. Nahe bzw. an der Bodenoberfläche tritt Bodenwasser von der flüssigen Phase in die gasförmige Phase über, es verdunstet. Da diese Verdunstung direkt vom Boden in die Atmosphäre erfolgt, wird es auch als unproduktive Verdunstung bezeichnet, da keine pflanzliche Biomasse gebildet wird. Drei Einflussfaktoren bestimmen die Evaporation: 1. Energie (Strahlungsenergie der Sonne und Bodentemperatur), 2. Sättigungsdefizit (relative Luftfeuchtigkeit) und 3. Konvektion (z.B. Windgeschwindigkeit) | EHLERS, W.: Wasser in Boden und Pflanze (1996) |
| Evapotranspiration | Die Evaporation und die Transpiration werden zusammengefasst als Evapotranspiration bezeichnet. | |
| Feature | Ein Feature beschreibt in JUMP und anderen GIS-Programmen einen Punkt, eine Linie, einen Linienzug oder ein Polygon, inklusive der zugehörigen Attributwerte. Ein Feature ist in JUMP die kleinste, makierbare Einheit. | http://www.jump-project.org/inc/JUMP/assets/JUMP_User_Guide.pdf |
| Feld, elektrisches | Raum bzw. Abstand zwischen positiven und negativen Elektroden | http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrisches_Feld#Das_elektrische_Feld |
| Fusarium | der Pilz fördert den Biomasseabbau, kann jedoch, bei übermässigem Auftreten alle teile von Kulturpflanzen schädigen. Befallene Körner können auch durch Erhitzen (Kochen, Backen, etc.) nicht abgetötet werden und stellen somit ein Gesundheitsrisiko dar. Kann am besten durch vorbeugende pflanzenbauliche Massnahmen reguliert werden. | |
| Geodaten-Betrachter | Im Gegensatz zu einem GIS können mit Hilfe eines Geodaten-Betrachters lediglich Geodaten angezeigt (betrachtet), also nicht oder nur marginal bearbeitet oder analysiert werden. Zur freien Nutzung gibt zahlreiche unterschiedliche Geodaten-Betrachter. | http://www.freegis.org/ |
| GfP | Mit der guten fachlichen Praxis werden Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Produktion gegeben. Es sollen durch die Art und Intensität der Bewirtschaftung vermeidbaren Beeinträchtigungen des Naturhaushalts unterlassen werden. Genaueres ist in den landwirtschaftlichen Fachgesetzen und Verordnungen geregelt. | http://www.bmelv.de |
| GIS | Geografisches Informationssystem als Computerprogramm, mit dessen Hilfe raumbezogene Daten digital erfasst und redigiert, gespeichert und reorganisiert, modelliert und analysiert sowie alphanumerisch und graphisch präsentiert werden. | http://www.giswiki.org/wiki/Tutorials |
| Gleichstrom | Strom, der sich ständig in einer Richtung mit einer beständigen Stärke bewegt. | http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichstrom |
| Ion | Durch die Abgabe von Elektronen werden Atome oder Moleküle positiv geladen und werden Kation genannt. Kationen weisen einen Elektronenmangel auf. Atome oder Moleküle mit einem Elektronenäberhang heißen Anionen, dieser Elektronenüberhang entsteht durch die Aufnahme eines oder mehreren Elektronen. | http://de.wikipedia.org/wiki/Ionen |
| int (integer) | Bezeichnung des Datentyps für ganzzahlige Zahlenwerte bei denen keine anderen Werte vorkommen können. Anwendung z.B. bei Stückzahlen. Beispiel: 7 | |
| Interface | Ein Interface (Schnittstelle) ist ein definierter Ansatzpunkt, den eine Komponente zur Verfügung stellt, um transparenten Zugriff auf sich zuzulassen. Ein Interface vereinfacht dabei den Zugriff auf die Komponente in soweit, als dass der Nutzer des Interfaces keine Kenntnis über die Abläufe in der Komponente haben muss, sondern nur über die vom Interface bereitgestellten Methoden oder Eigenschaften. Ein einfaches Beispiel ist das sog. 'User Interface' (die Bedienoberfläche eines Programms): Der Anwender muss keine Kenntnis über programminterne Abläufe haben, sondern nutzt die ihm zur Verfügung gestellten Methoden - hier z.B. in Form von Schaltflächen. | http://java.sun.com/docs/books/tutorial/java/concepts/interface.html |
| Inverse Distanz | Geostatistisches Interpolationsverfahren bei dem davon ausgegangen wird, das die Ähnlichkeit von Punktwerten mit steigender Entfernung abnimmt. | http://www.geoinformatik.uni-rostock.de/einzel.asp?ID=-1611270911 |
| ISO 11783 | Von der ISO (International Organization for Standardization) verabschiedete Norm zur Kommunikation zwischen landwirtschaftlichen Maschinen. International geschaffener Standard, an dessen Definition Firmen, Behörden und Wissenschaft beteiligt waren. Für deutschen Vorgänger siehe auch LBS. Synonom wird meist der Begriff ISOBUS verwendet, wobei die Norm ISO 11783 erheblich mehr bereit hält, als Standardisierungen für den Datenverkehr. |
|
| Isolator | Eine Substanz, die Strom nciht oder eingeschränkt leitet. | http://de.wikipedia.org/wiki/Isolator |
| Java | Java ist eine aktuelle, objekt-orientiert Programmiersprache, die gut dokumentiert ist und bereits im Grundumfang eine reiche Palette an speziellen Klassen für besondere Aufgaben bietet. Java ist (im wesentlichen) plattformunabhängig: In Java erstellte Programme laufen also unverändert sowohl unter Windows, als auch unter Linux, etc. ähnlich wie bei Python werden auch Java Programme zunächst in einen Byte-CoCode übersetztder dann zur Laufzeit interpretiert wird. Java ist dabei deutlich performanter als Python (je nach Anwendung bis ca. Faktor 50), erreicht jedoch nicht ganz die Geschwindigkeit von Programmen, die direkt in Maschinensprache übersetzt werden (wie etwa C oder C++ Programme). | http://java.sun.com/ |
| JUMP | Abkürzung für Java Unified Mapping Platform. Java basiertes Open-Source GIS, das von der kanadischen Firma Vivid Solutions entwickelt wurde und kontinuierlich erweitert und verbessert wird. Wegen seiner sehr flexiblen PlugIn Architektur erfreut sich JUMP im Open-Source GIS Bereich schnell wachsender Beliebtheit. Jump hat mittlerweile einen Nachfolger mit einer Vielzahl von neuen Möglichkeiten: s. u. OpenJump | http://www.vividsolutions.com/jump/ |
| Kation | Kationen sind Atome oder Moleküle mit einem Elektronendefizit. In einem Elektrolyt wandern Kationen beim Anlegen eines elektrischen Feldes zur Kathode (Minuspol) und streben zu Ladungsneutralität durch Aufnahme von Elektronen. | http://de.wikipedia.org/wiki/Kation |
| Kriging | Geostatistisches Interpolationsverfahren, dass sich besonders dazu eignet, unregelmässig angeordnete Punktdaten zu verrechnen. Die Besonderheit liegt insb. darin, dass nicht allein die Punktentfernung, sondern auch die räumliche Varianz berücksichtigt wird. | http://de.wikipedia.org/wiki/Kriging |
| LBS | Technisches System zur elektronischen Übermittlung von Daten zwischen Ackerschleppern und landwirtschaftlichen Maschinen nach DIN 9684. Übernommen wurde dazu das bereits zahlreich in der Automobilindustrie eingesetzte CAN-Protokoll (Controller Area Network). für internationalisierte Version (Nachfolger) siehe auch ISO 11783. | |
| Leitfähigkeit (spezifische) | Die spezifische Leitfähigkeit berücksichtigt die Materialkonstante (k) sowie die geometrische Grösse des leitenden Materials (Länge und Querschnitt). Die Einheit ist Siemens pro Meter (S/m). | http://de.wikipedia.org/wiki/Leitf%C3%A4higkeit |
| Leitwert | Beschreibt wie gut ein Material einen Strom leitet in Abhängigkeit von der anliegenden Spannung. Die Einheit ist Siemens (S) und das Formelzeichen ist G. Es ist der Kehrwert vom elektrischen Widerstand. | http://de.wikipedia.org/wiki/Leitwert |
| Lithosphäre | Die Gesteinshülle der Erde, die das anorganische mineralische Ausgangsmaterial für die Bodenbildung bereitstellt. | http://de.wikipedia.org/wiki/Lithosph%C3%A4re |
| mergen (CVS) | Ähnlich wie beim diffen werden zwei Dateien - hier zwei Versionen einer Ursprungsdatei - verglichen, allerdings werden sie bei mergen automatisch zu einer Datei zusammengeführt, im Zweifelsfall werden dabei neuere Versionen bevorzugt. | |
| Oberboden | Begriff aus dem Landbau; der gepflügte Bereich eines Ackerboden ( ca. 20 - 40 cm unter Flur (Erdoberfläche)) bzw. den stark durchwurzelten Bereich unter Grünland (ca. 10 cm unter Flur) | http://de.wikipedia.org/wiki/Oberboden |
| objekt-orientiert | Der Ansatz der Objekt-Orientierung in der Softwareentwicklung erlaubt es dem Software-Entwickler seine Programme sehr natürlich zu strukturieren: Im Gegensatz zu früheren Ansätzen, wie z.B. der sog strukturierten Programmierung in der ein Programm im Wesentlichen von oben nach unten abgearbeitet wurde, wobei wiederkehrende Aufgaben als sog. Funktionen definiert wurden und bei Bedarf aufgerufen werden konnten, werden in der OO-Programmierung natürliche Objekte nachgebildet (ggf. werden zusätzlich Hilfsobjekte angelegt). So könnte z.B. eine Person, z.B. in einem Personalverwaltungsprogramm durch ein Person-Objekt abgebildet werden, dass dann z.B. seinen Namen, sein Alter, seine Adresse, usw. wüsste und darüber Auskunft erteilen könnte. | http://java.sun.com/docs/books/tutorial/java/concepts/ |
| OOAD | Begriff für die umfassende Planung und Umsetzung von Software nach den Grundsätzen der objekt-orientierten Programmierung unter sinnvollem Einsatz von anerkannten Designmustern zur Erreichung grösstmöglicher Wartbar- und Wiederverwendbarkeit der Software und ihrer Bestandteile. Es gibt verschiedene (z.T. de-facto) Standards für moderne OOAD Prozesse, wie z.B. UML als Beschreibungssprache für Software Modelle. | http://www.jkang.com/0602-574/ooad/sld002.htm |
| OpenJump | Unter dem Namen OpenJump wird Jump von unabhängigen Entwicklergruppen weiterentwickelt. Dabei wurden bereits Funktionen, wie die Unterstützung unterschiedlicher Sprachen, die Jump nicht bietet, hinzugefügt. Speziell auf Grund der Mehrsprachigkeit erfreut sich OpenJump wachsender Beliebtheit bei Nutzern aus verschiedendsten Nationen. Das OpenSource-Portal Sourceforge hostet die OpenJump Webseiten freundlicherweise. | http://www.openjump.org |
| OpenSource | OpenSource Software ist Software bei der der Programmcode (auch die Quellen -> Sources) für jedermann frei zugänglich ist, also z.B. heruntergeladen werden kann. Es steht jedem frei, Änderungen an diesen Programmen vorzunehmen und/oder die Programme frei zu nutzen. Ebenso ist es meist möglich eigene (sinnvolle) Änderungen an die Entwickler zu schicken und somit in eine folgende Version einfließen zu lassen oder direkt selbst Teil des Entwicklungsteams zu werden. | http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Source |
| parasitäre Leckströme | Ein Leckstrom ist ein - in aller Regel unerwünschter - elektrischer Strom, der über einen Pfad fließt, der nicht zur Leitung von Strom vorgesehen ist und z.B. das Ergebnis von elektrischen Messeinrichtungen beeinflussen kann. Leckströme können auftreten, wenn ein Isolator nicht ideal ist, er nicht absolut isolierend ist (und somit eine geringe elektrische Leitfähigkeit besitzt) oder ein Stromfluss, der durch Verunreinigungen und/oder Feuchtigkeit auf der Oberfläche eines Isolators ermöglicht wird. Auch die gewählte Frequenz hat anscheint einen Einfluss auf die Auswirkung von Leckströmen. | http://de.wikipedia.org/wiki/Leckstrom |
| Pedosphäre | Umwandlungszone (Bodenbildungszone) auf den nicht von Wasser beeinflussten Landmassen (terrestrischen Gesteinshülle). Die Umwandlungszone entsteht durch die Einwirkung und das Zusammenspiel von Atmosphärilien, Temperaturschwankungen und Organismen (Verwitterung). | http://hypersoil.uni-muenster.de/Glossar/index.htm#p |
| Performance | In der Softwareentwicklung bezeichnet Performance meist die Geschwindigkeiten mit denen Rechner, Programme, Netzwerke oder Datenbanken die Ihnen gestellten Aufgaben bearbeiten. Hohe Performance bedeutet schnelle Abarbeitung von Aufgaben. | |
| Permittivität | Beschreibt in einem Dielektrikum die dielektrische Polarisation (Ausrichtung der Molekulardipole in einem Dielektrikum) | http://de.wikipedia.org/wiki/Permittivit%C3%A4t |
| Polygon | Das Polygon ist eine der wesentlichen geometrischen Typen, in denen Geodaten vorliegen können. Es handelt sich um ein zweidimensionales Vieleck. Bei Polygonen, Linien und Punkten spricht im Sinne von GIS auch von Vektordaten. | http://www.mathepedia.de/Polygone.aspx |
| PostGIS | Räumliches Erweiterungsmodul für das Datenbanksystem PostgreSQL. Mit PostGIS ist PostgreSQL daher in der Lage z.B. Geodaten in andere Projektionen zu überführen, festzustellen ob sich Flächen überschneiden und zahlreiche andere einfache und komplexe Funktionen auszuführen. | http://postgis.refractions.net/ |
| PostgreSQL | PostgreSQL ist ein Open-Source Datenbanksystem, das aufgrund hoher Performance auch bei sehr grossen Datenmengen und umfangreichen Möglichkeiten zur Datenverwaltung zunehmend an Bedeutung gewinnt. | http://postgres.de/ |
| precision farming | Moderne Bewirtschaftungsform, die sich an den natürlichen Potentialen einzelner in sich homogener Teilflächen orientiert. Markante Werkzeuge sind neben GPS (Globales Positionierungssystem) auch spezielle Softwarelösungen und fein steuerbare Applikationstechnik. | http://www.pirol.fh-osnabrueck.de, http://www.precision.agri.umn.edu/index.html |
| Punktdaten | Geodaten können in 3 wesentlichen Typen vorliegen: Punktförmig, linienförmig oder flächig. Punktdaten sind Daten in Form einzelner Punkte. | |
| Python | Programmiersprache, deren Quelltexte - ähnlich wie Java - nicht in Maschinencode umgewandelt wird. Python-Programme werden zunächst in eine Art Bytecode (eine Art Zwischenstück zwischen Maschinen- und Quellcode) umgewandelt, der dann von einer Laufzeit-Umgebung interpretiert wird. Python-Programme sind grundsätzlich zunächst plattformunabhängig, wenn auch nicht allzu performant. | http://www.python.org/ |
| Quartär | Das Quartär ist der derzeitige (und jüngste) Zeitabschnitt der Erdgeschichte. Die Dauer wird auf 1,8 bis 2,5 Millionen Jahren geschätzt. Es gliedert sich in das ältere Pleistozän (Eiszeitalter) und das bis heute andauernde Holozän. | |
| Raster | Gitterstruktur (Gitternetz), das über ein Fläche gelegt wird, um einheitliche kleinere Flächen definierter Größe zu erhalten, denen wiederum Daten (Zahlen, Werte, Aussagen) zugeordnet werden können. Im precision farming arbeitet man normalerweise mit einem Raster in Ost-West-Ausrichtung für die Erstellung von Applikationskarten (z.B. zur Düngung). Ist eine Fläche hinsichtlich aller zu bearbeitenden Merkmale und Parameter mit einem einheitlich Raster überlegt, so lassen sich auch gute Auswertungen zu den einzelnen Rasterkacheln und Vergleiche (z.B. ökonomische) zwischen unterschiedlichen Rasterkacheln anstellen. Da die Rasterstruktur aber nur begrenzt die realen (natürlichen) Verläufe von verschiedenen Merkmalen einer Fläche (z.B. Bodendaten) wiedergibt, hat die Rasterung von Flächen auch Grenzen. | |
| Rasterdaten | Entgegen der Assoziation mit einem Raster über Geodaten, meint man mit Rasterdaten gerasterte Daten. Also Daten, die aus einer Darstellung in punkt-, linien- oder flächenfürmiger Darstellung in eine gerasterte Darstellung (z.B. pixelweise) heruntergebrochen wurden. Meist liegen diese Daten in Bildformaten wie .tif, .gif oder .bmp vor. Häufig wird der Begriff - eigentlich fälschlicherweise - als Bezeichnung für Geodaten, die rasterfürmig eingeteilt wurden verwendet. | |
| Saatbett | Flacher zur Saat vorbereiteter Bodenhorizont, 1 cm bis 8 cm tief je nach Kulturart, in dem das Saatgut zur Keimung und Wachstum abgelegt wird | |
| Schlag | Ein räumlich geschlossener und einheitlich bewirtschafteter Bereich (Grünland- oder Ackernutzung; umgangssprachlich auch "Feld" genannt) | |
| schlaginterne Segregation | Unter schlaginterner Segeragtion versteht man die Nutzbarmachung schlaginterner standörtlicher Heterogenität für den Naturschutz, z.B. durch Stilllegung schlaginterner Minderertragsstandorte | http://www.pirol.fh-osnabrueck.de, http://www.zalf.de |
| Schluff | Fraktion mineralischer Bodenteilchen mit einer Körnungsgrösse von 0,002 - 0,063 mm. Bildet die mittlere Korngrössenfraktion zwischen dem feineren Ton und dem gröberen Sand. Ermittlung des Schluffgehalts in einer Bodenprobe durch Sedimentation. | |
| Silt | s. Schluff | |
| Siloxanoberfläche | Beschreibt eine mit Sauerstoffatomen angereicherte Oberfläche bei einem 2 Schicht-Tonmineral. | Bodenchemie, SPOSITO, G. (1998) |
| Spline | Spline als Interpolationsverfahren führt eine sehr starke Glättung der in die Berechnung einfliessenden Daten durch, weshalb sich dieses Verfahren eher für grobe Trenddarstellungen eignet, als für höher auflösende räumliche Differenzierungen. | http://www.geoinformatik.uni-rostock.de/einzel.asp?ID=1595 |
| string | Bezeichnung des Datentyps für Zeichenwerte, wie Abkürzungen oder direkt in Form von Worten. Mit strings sind programm-intern keine Berechnungen möglich. Bei Unsicherheit, welcher Datentyp korrekt ist (z.B. Datumsangaben), kann der Typ string gewählt werden. Es kommt dann nicht zu Fehlern, jedoch (wie erwähnt) sind dann Berechnungen mit den entsprechenden nicht möglich. Beispiel: Braunerde | |
| Strom (elektrischer) | Zwischen zwei Punkten herrscht eine elektrische Spannung (Potenzialdifferenz von Elektronen) (z.B. Batterie), so besteht das Bestreben die unterschiedlichen Ladungen aus auszugleichen. Dies ist nur dann möglich, wenn zwischen diesen Punkte eine elektrische Verbindung besteht. | http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrischer_Strom |
| Suszeptibilität | Die Feldstärke eines Magnetfeldes kann durch Einbringen von Materie verändert werden, diese Änderung ist materialabhängig. Die Suszeptibilität beschreibt die Veränderung. | |
| TDR | TDR bezeichnet ein Messverfahren, welches auf der Laufzeitmessung und Reflektionscharakteristika von elektromagnetischen Signalen beruht. Einsatzbereiche sind Längenmessung (z.B. Kabellängen), Störquellenmessung (z.B. Erdkabelbrüche), Füllstandmessung (z.B. Tankinhalt), Feuchtigkeitsmessung (z.B. volumetrische Bodenfeuchte) und Leitfähigkeitsmessung. | http://de.wikipedia.org/wiki/Time_Domain_Reflectometry |
| Thuban | Gedatenbetrachter als Programm zum Anzeigen von Geodaten im Shapefile-Format oder in Form einer einfachen PostGIS Tabelle. Thuban ist in der Programmiersprache Python geschrieben und ist als OpenSource-Software frei verfügbar für Windows und Linux. | http://thuban.intevation.org/ |
| Transpiration | Während des Wachstums benötigt die Pflanze Wasser. Landpflanzen entnehmen ihren Wasserbedarf dem Boden, leiten das Wasser für Stoffwechselprozesse durch ihr Gewebe und geben das Wasser hauptsächlich über die Stomata und zum geringen Teil über die Cuticula wieder an die Atmosphäre ab. Die Pflanze kann die Transpiration über die Stomata steuern, allerdings wird die Transpiration von äußeren Einflussfaktoren stark beeinflusst, z.B. Lufttemperatur, Strahlungsintensität (Sonneneinstrahlung), Luftfeuchte, etc. | EHLERS, W.: Wasser in Boden und Pflanze (1996) |
| Unterboden | Der Teil des Bodens, der unterhalb der Bearbeitungszone von Bearbeitungsmaschinen liegt bzw. unterhalb des Oberbodens | http://hypersoil.uni-muenster.de/Glossar/index.htm#u |
| Van-der-Waals-Kräfte | Zwischen Atomen und Molekülen, insbesondere mit einem induzierten oder permanenten Dipol herrschen (schwache) elektrostatische Anziehungskräfte. Das elektrische Feld fährt zu einer Ausrichtung der Dipole und zu einer gegenseitigen Anziehung der ausgerichteten Dipole. Diese Verbindung ist im Gegensatz zu einer ionischen oder kovalenten Bindung sehr schwach, z.B. bewirken bereits kleine Temperaturschwankungen eine Lösung des Zusammenhalts. | Physik, TIPLER, P.A. (2000) |
| Vektordaten | Geodaten können in 3 wesentlichen Typen vorliegen: punktförmig, linienförmig oder flächig. Vektordaten sind Daten in Form von Linien oder Linienzügen. | |
| Wechselstrom | Strom, der ständig seine Richtung und Stärke wechselt in Abhängigkeit der Zeit, der Mittelwert beträgt Null. | http://de.wikipedia.org/wiki/Wechselstrom |
| WMS | Ein Serverbasierter Dienst, der (Bild-)Daten für geographische Informationssysteme zur Verfügung stellt. Der frei zugängliche Beispieldatensatz FRIDA für Osnabrück ist zu finden unter: http://demo.intevation.de/webgis/HTML/OGC.html und kann in geeignet GIS-Programme oder Geodaten-Betrachter eingebunden werden. | http://de.wikipedia.org/wiki/Web_Map_Service |
© F·A·R·Msystem Hinck & Kielhorn Partnerschaft von Ingenieuren 2009-2011